Gegen den Wunsch der Bundesstaaten mit vielen Ballungszentren hat der U.S. Congress am Donnerstag entschieden, mehr Fördermittel in Aids/HIV-Programme in den ländlichen Gegenden und in die südlichen Bundesstaaten zu entsenden. Die Gegner der Entscheidung fürchten, dass sie nun mit Kürzungen rechnen müssen.

"Die HIV-Epedemie wächst", so Joe Barton, Republikaner aus Texas. "Das ist ein fairer Kompromiss. Endlich fängt man an, alle Staaten gleich zu behandeln". Eine Änderung der Verteilung der Fördermittel war auch zwingend notwendig: während in den 90er Jahren insbesondere schwule, weiße Männer in den Städten von HIV betroffen waren, tritt die Immunschwächekrankheit nun verstärkt in Vorstädten, in den südlichen Staaten und unter Minderheiten auf.

Doch die Neuregelung muss noch vom Senat verabschiedet werden und dort ist vehementer Widerstand zu erwarten. Einige Mitglieder des Senats haben bereits angekündigt, den Entwurf abzulehnen.

Worum es geht ist klar: insbesondere die bevölkerungsreichen Bundesstaaten müssten mit immensen Kürzungen rechnen. New York würde 100 Millionen Dollar verlieren, New Jersey immerhin 70 Millionen. Auf der Gegenseite würde beispielsweise Alabama 11 Millionen mehr erhalten - insgesamt dann 18 Millionen Dollar.

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