Meinungsumschwung

Christian Brandl Von Christian Brandl

(dbna.de / 365gay.com) Weil Homosexuelle als Risikogruppe zählen, sind sie in vielerorts von der Blutspende ausgeschlossen. Diese Regelung wurde als Reaktion auf die Ausweitung der HIV-Epedemie Ende der 70er Jahre von den meisten Organisationen übernommen. Bereits seit mehreren Jahren steht diese Politik weltweit in der Kritik, denn schwule Männer fühlen sich dadurch ungerechtfertigt als generell promisk abgestempelt.

Auch die größte Blutspenden-Organisation im U.S.-Bundesstaat Iowa hat anscheinend erkannt, dass diese pauschale Beurteilung Homosexueller nicht zeitgemäß ist: insbesondere die neuen Testmethoden für Blutspenden sprächen dafür, diese Regelung zu überdenken und das landesweite Verbot von Blutspenden schwuler Männer aufzuheben, so das "Blood Center of Iowa". Mann solle möglicherweise lieber zu einem einjährigen Spendeverbot für sexuell aktive schwule Männer übergehen: "Ich bin mir sicher, dass es viele Leute gibt die gerne Blut spenden wollen und es auch tun würden, aber es aufgrund dieser Regelung nicht können", so Christine Hayes.

Die Diskussion ist insbesondere dadurch ins Rollen gekommen, dass die Bestände der Blutbank von Iowa derzeit ein gefährlich niedriges Niveau erreicht haben und verschiedene Gruppen angekündigt hatten wegen der Regelung nicht an einem geplanten Spendenaufruf teilzunehmen.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: Quelle: 365gay.comBildmaterial: © Photocase.com