Menschenrechts- verletzungen

Patrick Fina Von Patrick Fina

(dbna.de/queercom) Nach Angaben der International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC) sind in der vergangenen Woche 16 Männer in der Islamischen Republik Iran gehängt worden. Die meisten der Verurteilten seien wegen ihrer Homosexualität getötet worden, erklärten Hossein Alizadeh und Grace Poore von der IGLHRC. "In der iranischen Gesetzgebung ist Homosexualität mit Vergewaltigung, Inzest und Kindesmisshandlung gleichgesetzt und wird mit dem Tode bestraft", erklärten sie weiter. Die Regierung Irans wolle mit den Hinrichtungen Stärke zeigen und eventuelle Oppositionsbestrebungen unterdrücken. Alizadeh und Poore glauben, dass die 16 Hinrichtungen nur der Anfang einer Moralkampagne der Mullahs seien.

Erst vor wenigen Tagen hatte die iranische Regierung Agenturmeldungen zufolge angekündigt, in Kürze über 20 Männer wegen "moralischer Vergehen" nach islamischem Gesetz hinzurichten. Nach Bekanntgabe der geplanten Hinrichtungen appellierte Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) an die iranische Regierung, die Hinrichtungen zu stoppen. "Das islamistische Regime terrorisiert seine Bevölkerung", erklärte Beck. Außerdem forderte er Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf, er solle "mit allen diplomatischen Mitteln" dafür kämpfen, die staatlichen Tötungen zu verhindern.

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Weitere Quellen: mit queercom