Mert Matan: Nur ein "soziales Experiment"

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Mert Matan: Nur ein "soziales Experiment"
YouTube/Mert Matan

Der Gay Prank hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt behauptet Mert, das war alles nur ein Experiment. Er wollte eine Woche die Reaktionen abwarten, ehe er das auflöst.

Nein, der Gay Prank ist noch nicht vorbei. Nachdem es ein wenig ruhiger um den YouTuber Mert Matan geworden ist, nachdem unzählige Video-Reaktionen gedreht wurden, wird er wohl wieder für Schlagzeilen sorgen.

Denn Mert Matan hat am Sonntag ein Video hochgeladen, in dem er behauptet, dass sein Gay Prank nur ein soziales Experiment war. Einen Tag vor dem Prank habe er ein Video aufgezeichnet, worin er sagt: "Ich werde in meinem nächsten Video ein stark polarisierendes Thema behandeln, nämlich Homophobie im Elternhaus."

Vorbereitungsszenen: Echt entstanden oder im Nachhinein gefälscht?

"Ich denke, dass das wieder eher negativ ankommen wird", prophezeiht er dann. "PS: Meinem Vater fiel es schwer seine Rolle zu spielen und mich zu schlagen", heißt es dann in einer Sprechblase. Ja, einen überzeugenden Schauspieler-Papa hat Mert.

"Das Video werde ich am Sonntag hochladen und mir die ganzen Reaktionen eine komplette Woche lang angucken. Erst dann werde ich dieses Video hier veröffentlichen und das Ganze aufklären."

Dann folgen Szenen, die angeblich direkt vor dem Prank entstanden sind. Vater, Mutter und Mert besprechen den dramaturgischen Aufbau des Videos, "ist das nicht besser, wenn ich ins Zimmer reinkomme?", fragt der Vater zum Beispiel.

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YouTube/Mert Matan

Weshalb hat er das Experiment nicht früher aufgelöst?

Dann folgt der Prank, den alle kennen. Das Komische: Zwischen der angeblichen "Vorbereitungsszene" und dem Beginn des ursprünglichen Pranks ist eindeutig ein Schnitt, im "Auflösungs-Video" etwa bei Minute 2:14 zu sehen. 

"Eine Woche später" sagt Mert: "So, das war jetzt mein Experiment." Das Statement-Video hätten die beiden aufgenommen, um auf die vielen Rückmeldungen zu reagieren. Anscheinend wollte er sein "Experiment" jedoch weiterlaufen lassen. Oder wieso sonst hat er sein "soziales Experiment" nicht gleich am Tag danach aufgelöst? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 

Er dankt auch besonders denen, die ihn verteidigt haben

Mert erklärt, dass es sein Ziel war, negative Kritik am Verhalten des Vaters zu bekommen. "Das Video soll an alle gerichtet sein, die sowas durchleben." Er wisse zwar nicht, wie sie sich fühlen, aber er wolle dennoch auf deren Situation aufmerksam machen. Dann folgen noch ein paar weitere Phrasen, "man müsse stark genug sein, das Unaussprechliche auszusprechen" und so weiter.

Dann gibt es noch einen "extremen Dank" an die Leute, die ihn "supportet" haben. "Danke an alle, die auf meiner Seite waren." Also an die, die ihn - und damit die Homophobie - verteidigt haben.

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