Eine aktuelle Studie über das Leben schwullesbischer Jugendlicher in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal hat eine Welle der Empörung losgetreten: Jugendliche in den Städten Pietermaritzburg und Durban, die homo- oder bisexuell orientiert sind müssen viel ertragen. Rund 20 Prozent der schwulen Jugendlichen die dort leben wurden bereits einmal in ihrem Leben vergewaltigt oder waren anderen sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Auch 19 Prozent der lesbischen und bisexuellen Mädchen berichten von solchen schrecklichen Erlebnissen.

Darüber hinaus musste bereits ein Drittel der schwullesbischen Jugendlichen Agression und Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erleben. Dabei waren farbige Jugendliche stärker betroffen, als weiße Jugendliche.

"Noch alarmierender ist die Schikane, die von Lehrern und Vorgesetzten", so Anthony Waldhausen, Mitglied des Pietermaritzburger Schwulen- und Lesbenverbandes. "Unser Verband wird sich dafür einsetzen, Wege zu finden die schwule und lesbische Gemeinschaft zu schützen und ist auf der Suche nach Möglichkeiten den vielen Schikanierten Hoffnung zu bieten."

Die Situation in der Region ist so schwerwiegend, dass laut der Studie bereits über ein fünftel der Befragten einen Selbstmordversuch hinter sich hat.

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