Mit Glitter-Bombe: Junger Brite wehrt sich gegen homophobe Beschimpfung

Mit Glitter-Bombe: Junger Brite wehrt sich gegen homophobe Beschimpfung

Twitter.com/nickhurley

Anfang August fand in Brighton der Pride statt. Der Einer der Besucher war der Designer Nick Hurley, dessen Besuch auf der Parade jedoch durch einen ärgerlichen Zwischenfall verzögert wurde. Als er auf dem Weg zu der Parade homophob beschimpft wurde, beschloss Hurley spontan, seine Pläne für diesen Tag zu ändern.

Nick Hurley aus Manchester ist Designer und Künstler. Als er von der Arbeit kam, bereit für die Fahrt nach Brighton, wurde er allerdings von einer Gruppe junger Männer „angesprochen“. Die Jugendlichen beschimpften Hurley aus einem fahrenden Auto heraus als „Schwuchtel“ und fuhren davon. Dem Manchester Feierabendverkehr sei Dank kamen sie nicht weit.

Eine glitzernde Rache

Schon an der nächsten Ampel traf Hurley auf die Gruppe. Kurzerhand tat der junge Mann, was wohl jeder in seiner Position getan hätte: Er stellt sie zur Rede. Dies tat er allerdings nicht mit Worten, sondern mit eben jenem Glitter, für den er zuvor noch beschimpft wurde. Hurley warf eine Handvoll buntes Konfetti durch das offene Fenster ins Auto.

Netzgemeinde feiert Glitter-Attacke

Nick Hurley hat den Zwischenfall mit der Netzgemeinde geteilt, die ihn dafür mit Lob überhäufte. Mehr als 152.000 Menschen gefällt, wie der junge Brite mit seinen homophoben Belästigern abgerechnet hat. Doch der Hintergrund der Tat ist für Hurley alles andere lustig.

Nick Hurley hat nach eigenen Angaben schon öfters Todesdrohungen erhalten und sei wegen seiner Sexualität sogar einmal mit einer Glasflasche beworfen worden. Erst mit der Glitter-Attacke gelang es Hurley, die Aufmerksamkeit auf ein Problem zu lenken, das selbst in liberalen Städten wie Manchester noch Realität ist.

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