Moschee bekommt Homo-Besuch

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de / berliner-zeitung.de) Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg hat für den Tag der offenen Moschee am 3. Oktober zum Besuch eines islamischen Gotteshauses aufgerufen. Lesben und Schwule in Berlin sollen an diesem Tag in die neu eröffnete Sehitlik-Moschee im Stadtteil Neukölln gehen. Dort wollen LSVD-Vertreter mit dem Moschee-Trägerverein DITIB über ein gemeinsames Vorgehen gegen Homophobie sprechen. Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes, Alexander Zinn, beklagte die Homosexuellenfeindlichkeit in vielen muslimischen Organisationen. "Da können muslimische Gemeinden nicht einfach wegschauen. Wir erwarten klare Worte", so seine Forderung.

In letzter Zeit sorgten unter anderem das Verbot des Lesben- und Schwulenverbandes "Lambda Istanbul" sowie ein schwulenfeindlichen Artikel im arabischsprachigen Berliner Anzeigenblatt "al-Salam" für Aufregung. Der Integrationsbeauftragte von Berlin, Günter Piening, mahnte aber, dass man nicht generell allen muslimischen Einrichtungen Homosexuellenfeindlichkeit unterstellen dürfe.

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Weitere Quellen: www.berliner-zeitung.de