Mozilla Chef tritt zurück

Andreas Graf Von Andreas Graf
Mozilla Chef tritt zurück
Mozilla

Nach heftiger Kritik ist der Chef des Firefox-Entwicklers Mozilla Brendan Eich zurückgetreten. Der Grund hierfür liegt sechs Jahre zurück: Eich hatte im Jahr 2008 eine Organisation unterstützt, die sich aktiv gegen die Homo-Ehe aussprach. Die Berufung Eichs zum CEO eine Welle des Protests und Boykott-Aufrufe ausgelöst.

Mozillas Verwaltungsratschefin Mitchell Baker schrieb in einem Blogbeitrag: "Wir haben nicht so gehandelt, wie man es von Mozilla erwarten würde".

Weiter sagte sie, dass ihre Firma eine Kultur der Offenheit und Vielfalt habe. "Aber dieses Mal haben wir es verpasst, unserer Community zuzuhören, mit ihr zu kommunizieren und ihr zu folgen."

Proteste gegen Eich

Nach Eichs Ernennung zum CEO kündigten aus Protest mehrere Entwickler die Zusammenarbeit mit Mozilla. Die amerikanische Dating-Website "OKCupid" empfahl ihren Kunden, andere Web-Browser zu nutzen.

Auch in den eigenen Reihen kam die Beförderung nicht gut an, bereits nach kurzer Zeit forderten einige Mitarbeiter bei Mozilla offiziell seinen Rücktritt.

Als es 2008 im US-Staat Kalifornien zum Volksentscheid (Proposition 8) über die Zulassung der Homo-Ehe kam, unterstützte Eich mit insgesamt 1.000 US-Dollar das Lager, welches sich gegen eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben aussprach.

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