München zieht nach

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
München zieht nach
Youtube/AFP news agency

Nach der aufsehenerregenden Aktion in Wien hat auch die Stadt München entschlossen, homosexuelle Ampelmännchen zu installieren. Anlass ist der Christopher Street Day im Juli. Die CSU, die Piratenpartei und die Bayernpartei waren dagegen.

In Wien gibt es seit letzter Woche an 49 Stellen schwule, lesbische und heterosexuelle Ampelmännchen-Paare. Dieser Idee folgt nun auch die Stadt München: Der Kreisverwaltungsausschuss hat beschlossen, dass zum Christopher Street Day (CSD) im Juli schwule und lesbische Paare das herkömmliche Ampel-Symbol "an einigen zentral gelegenen Ampeln" ersetzt, wie SPD-Stadtrat Christian Vorländer verkündete.

Vermutlich werden acht bis zehn Ampeln rund um den Sendlinger-Tor-Platz und den Gärtnerplatz ausgetauscht. Wie lange sie bleiben, steht noch nicht fest. Mit etwa 10.000 Euro ist die Aktion in München jedoch günstiger als das Vorbild in Wien, das knapp 60.000 Euro für 50 Ampeln kosten soll. "Das ist ein wichtiges Signal - im wahrsten Sinne des Wortes - gegen Homophobie und für ein buntes und vielfältiges Miteinander", sagte Vorländer.

Wien: Ampel-Pärchen bleiben unbefristet

Vorgeschlagen hat die homosexuellen Ampeln die Grünen/Rosa Liste-Fraktion im Stadtrat. Der Antrag wurde mit zehn zu sieben Stimmen angenommen. Dagegen stimmte die CSU-Fraktion (fünf Stimmen) sowie die Piratenpartei und die Bayernpartei, für die je ein Mitglied im Stadtrat sitzt.

In Wien kommen die neuen Lichtsignale mittlerweile so gut an, dass sie nun doch unbefristet bleiben. "Sie haben zehntausende Facebookfans, sind zu einem beliebten Fotomotiv geworden und haben jetzt schon Kultstatus. Das ist großartig für die Akzeptanz von lesbischwulen Paaren und natürlich auch für den Wien-Tourismus. Wir haben daher beschlossen, dass wir die neuen Symbole beibehalten", schrieb die Verkehrsstadträtin und Vize-Bürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) auf Facebook.


Hinweis: Zuletzt geändert am 21.05.2015, 11:05 Uhr.

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