Nauru legalisiert Homosexualität

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Nauru legalisiert Homosexualität
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Nauru, ein Inselstaat im Pazifik und kleinste Republik der Welt, legalisiert homosexuelle Handlungen. Dafür wird ein Kolonialgesetz von 1899 abgeschafft.

Der Inselstaat Nauru hat sein Strafgesetzbuch überarbeitet. Ab sofort sind in der kleinsten Republik der Welt homosexuelle Handlungen nicht mehr verboten. Mit den neuen Regelungen möchte das 10.000-Einwohner-Land nordöstlich von Australien internationale Menschenrechte beachten.

So ist auch der Selbstmordversuch nicht mehr länger strafbar, Kinderarbeit und Sklaverei sind dafür in Zukunft verboten. Zwangsarbeit und Todesstrafe gehören ebenso der Vergangenheit an. Die Gesetze stammten vor allem aus dem Jahr 1899, als Nauru Kolonie des Deutschen Reiches war. Später stand die Insel unter australischer Herrschaft, welche die aktuelle Fassung des Anti-Homosexuellen-Paragrafen eingeführt hat. Der Staat ist erst seit 1968 unabhängig.

Bis zu 14 Jahre konnten Schwule und Lesben ins Gefängnis kommen, auch wenn das Gesetz lange nicht mehr angewandt wurde. Dennoch drängte Australien auf die Modernisierung der Gesetze, weil die beiden Länder ein Flüchtlingsabkommen haben. "Die Führung von Nauru schreitet auf einem progressiven Weg voran und schließt mit der Gesetzesnovelle an internationale Standards an", hieß es von der Regierung.


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