Neue Ära in St. Pölten

Christian Brandl Von Christian Brandl

Bereits im Herbst diesen Jahres soll im österreichischen St. Pölten derBetrieb des Priesterseminars wieder aufgenommen werden, soDiözesanbischof Klaus Küng. Das Seminar sei ihm ein großes Anliegen under habe sich vorgenommen, dort regelmäßig anwesend zu sein und auch dasGespräch mit den Studenten zu suchen. Er betonte jedoch auch, dassselbst in Zeiten des Priestermangels - der gegenwärtig auch vorliegt -bei der Auswahl der Kandidaten großer Wert auf körperliche undseelische Belastbarkeit gelegt werden müsse.

Da das Zölibat einen "Verzicht auf die Ehe" bedeutet, ist laut Küngauch eine "heterosexuelle Geneigtheit" Grundvoraussetzung für dieAufnahme in ein Priesterseminar. Obwohl auch "homosexuell empfindendePersonen" als wertvolle Menschen mit Fähigkeiten zu sehen seien, habedie Kirche die Praxis dass eindeutige homosexuelle Neigung alsWeihehindernis anzusehen ist und für diese Haltung gebe es auch einenguten Grund: "Ein Abgehen von dieser Praxis würde unter Umständen zueiner tief greifenden Unterminierung des Zölibats führen und andereschwere Gefährdungen mit sich bringen", so Küng. Auch in derBischofskonferenz sei dieses Thema bereits mehrfach zur Sprachegekommen.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: networld.at