"Noch vor Jahresende" werde das südafrikanische Parlament ein Gesetz zur Einführung der Homo-Ehe verabschieden, so Justizminister Johnny de Lange gegenüber Reportern am vergangenen Donnerstag. Im vergangenen Dezember hatte der oberste Gerichtshof des Landes entschieden, dass es verfassungswidrig ist, Schwulen und Lesben das Recht auf die Ehe vorzuenthalten.

Das Gericht hatte der Legislative dabei eine 12-Monats-Frist zur Umsetzung eines entsprechenden Gesetzes gestellt. Wenn diese Frist ungenutzt verstreiche, werde durch das Urteil das aktuelle Gesetz zur Ehe automatisch auch homosexuelle Partnerschaften einschließen, so die Richter. De Lange betonte, dass man das Thema "so behutsam wie möglich" behandle und dass ein entsprechendes Gesetz "rechtzeitig" fertig sein werde.

Mit Einführung der Homo-Ehe wäre Südafrika das fünfte Land der Welt, das eine absolute Gleichstellung von Schwulen und Lesben mit heterosexuellen Paaren verwirklicht.

Marie Fourie und Cecilia Bonthuys hatten ihren Fall bis vor das oberste Gericht getragen. Die lesbischen Frauen sind seit 1994 ein Paar, konnten ihre Partnerschaft aber aufgrund der aktuellen Gesetzeslage nicht offiziell machen.

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