Nicht homophob

Christian Brandl Von Christian Brandl

Der jamaikanische Reggae-Sänger Beenie Man fühlt sich von schwullesbischen Interessenverbänden zu unrecht gebrandmarkt: seine Musik sein nicht schwulen- und lesbenfeindlich, er prangere damit nur den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in seiner Heimat an. "In Jamaika sind Schwule Vergewaltiger. "Wohlhabende Männer gehen mit ihrem Geld in die Ghettos und holen sich dort diese jungen Kinder, die nichts besitzen. Und dann geben sie ihnen Geld und missbrauchen sie", so der Sänger gegenüber dem "Independent".

Dass er dadurch Pädophile und Homosexuelle über einen Kamm schert, kümmert den Musiker nicht: "Bei uns im Jamaika ist es nicht so wie in England, wo zwei Männer zusammenleben", rechtfertigt sich der Sänger.

Doch seine Versuche, die Texte seiner Lieder zu verteidigen, stoßen bei britischen Homo-Verbänden auf taube Ohren. In seinen Lyrics fordert der Sänger in jamaikanischem Slang dazu auf, Schwule und Lesben zu ermorden und macht sie für den Missbrauch von Kindern verantwortlich. Insbesondere in Hinblick auf die schwierige Situation von Schwulen und Lesben in Jamaika finden die Gruppen dieses Verhalten unverantwortlich: Nach Schätzungen der jamaikanischen Organisation J-FLAG wurden seit 1997 dort mindestens 30 schwule Männer ermordet.

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Weitere Quellen: Quelle: 365gay.comBildmaterial: © stock.xchng