"Nur" drei Oscars

Christian Brandl Von Christian Brandl

Für acht Oscars war das Cowboy-Drama "Brokeback Mountain" von Regisseur Ang Lee nominiert gewesen, doch bei der Verleihung der Oscars ging die Geschichte über die unerfüllte Liebe zwischen zwei jungen Männern mit einer mageren Ausbeute nach Hause:

Ang Lee erhielt zwar den Oscar für die beste Regie und darüber hinaus erhielt der Film einen Oscar für das beste Drehbuch nach einer literarischen Vorlage und einen Oscar für die beste Filmmusik - bei den "wichtigen" Preisen wurde es aber von dem Drama "L.A. Crash" ausgestochen. Dieser Film erhielt den Oscar für den besten Film, das beste Original-Drehbuch und den besten Schnitt und überflügelte damit den Favoriten "Brokeback Mountain". Dennoch war die schwule Thematik in diesem Jahr gut repräsentiert: Der Oscar für den besten männlichen Hauptdarsteller ging an Philip Seymour Hoffman, der den exzentrischen US-Schriftstellers Truman Capote im Film "Capote" mimte.

Dass Brokeback Mountain nicht so gut abschneiden würde, wie die Nominierungen erhoffen ließen, war bereits in der vergangenen Woche abzusehen gewesen. Insider-Gerüchten zu Folge hatten sich einige Juroren der Academy geweigert, den Film anzusehen und zu bewerten, da sie sich von der Story und ihrem homosexuellen Inhalt belästigt fühlten (dbna berichtete). Ob dies für die Verleihung der Oscars an "L.A. Cash" ausschlaggeben war, konnte jedoch nicht bestätigt werden.

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Weitere Quellen: Quelle: Deutsche Welle, FTDBildmaterial: © TOBIS Film