Olivia Jones liest im Landtag

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Olivia Jones liest im Landtag
RTL/Stefan Gregorowius

Olivia Jones liest im Landtag von Sachsen-Anhalt aus ihrem Kinderbuch vor. Über das Buch und andere Leseempfehlungen für Kitas hat sich zuletzt die AfD beschwert, woraufhin Olivia Jones die Partei angezeigt hat.

Die Dragqueen Olivia Jones besucht den Ort des Geschehens: Den Landtag von Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Dort hat sich im September die AfD über eine Leseliste des Gleichstellungsministeriums aufgeregt (dbna berichtete). Auch das Kinderbuch "Keine Angst in Andersrum" von Olivia Jones gehört zu den Empfehlungen.

Die AfD witterte einen "Missbrauch unserer Kinder für linkspolitische Experimente". Wegen eines Facebook-Postings, der Homosexualität in die Nähe von Pädophilie rückt, hat Olivia Jones die Partei wenig später wegen Volksverhetzung angezeigt (dbna berichtete).

Olivia kommt zum bundesweiten Vorlesetag nach Magdeburg

Danach haben mehrere Unterstützer, darunter der Landesfrauenrat, das Kompetenzzentrum für geschlechtergerechte Kinder- und Jugendarbeit und die Grünen-Fraktion die Dragqueen zu einer Lesung und Diskussion nach Magdeburg eingeladen.

Olivia, seit zwei Jahren Botschafterin der "Stiftung Lesen", kommt dieser Einladung nun symbolträchtig in der Woche des "Bundesweiten Vorlesetags" nach. Am 16. November liest sie um 15 Uhr in der Kantine des Lantags aus ihrem Kinderbuch.

"Wir brauchen Feuerwehrleute und keine geistigen Brandstiftern"

"Ich lese im Landtag, damit es vor allem die nicht so weit haben, die Nachhilfe in Sachen Toleranz und Vielfalt am nötigsten haben: Herr Poggenburg und seine Fraktionsmitglieder von der AfD.", erklärt Olivia ihr Anliegen. "Ausreden lasse ich nicht gelten. Ich will ihm ordentlich die Leviten lesen."

Die Dragqueen ergänzt: "Wir brauchen Feuerwehrleute und keine geistigen Brandstifter. Homosexualität mit Pädophilie gleichzusetzen war an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. Er soll wenigstens begreifen, dass man Kinder ganz unkompliziert über gleichgeschlechtliche Beziehungen aufklären kann, ohne auch nur einmal das Wort Sex zu benutzen oder den Nachwuchs gleich schwul zu machen."

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