Orlando-Opfer müssen Krankenhaus nicht zahlen

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer

Die Opfer und Angehörige des Attentats auf den LGBTIQ*-Club "Pulse" müssen die ärztlichen Behandlungskosten nicht zahlen. Das hat das örtliche Gesundheitsunternehmen mitgeteilt. Betroffene hätten mit fünfstelligen Beträgen rechnen müssen.

Beim Massaker im bei der queeren Szene beliebten Club "Pulse" sind im Juni 49 Menschen getötet worden. 53 wurden verletzt. Die Krankenhäuser der Stadt in Florida haben jetzt beschlossen, dass sie den Opfern und ihren Angehörigen sämtliche Behandlungskosten erlassen.

"Die Schießerei war eine furchtbare Tragödie für die Opfer, ihre Familien und unsere gesamte Gemeinde", sagte David Strong. Er ist Vorstandschef des örtlichen Gesundheitsunternehmens Orlando Health.

Insgesamt soll es sich um die Summe von 5,5 Millionen Dollar handeln, welche die Betroffenen nicht zahlen müssen. Viele Patienten hätten mit Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich rechnen müssen.

Krankenversicherung in den USA nicht verpflichtend

Ein Opfer sagte der Lokalzeitung "Orlando Sentinel", dass er eine Rechnung von 20.000 Dollar erwarte. "Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt. Später hatte ich Angst wegen der Krankenhausrechnung", sagte der 34-Jährige Mario Lopez. Er war angeschossen worden und sieben Stunden lang im Krankenhaus. Er hat keine Krankenversicherung.

Denn anders als in Deutschland ist in es den USA nicht verpflichtend, eine Krankenversicherung zu haben. Letztes Jahr waren 37 Millionen US-Amerikaner gar nicht versichert. Und selbst Versicherte müssen einen erheblichen Teil der Behandlungskosten zahlen. 

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