Papst schockiert Schwule

Redaktion Von Redaktion

"Trans- und Homosexuelle zerstören Gottes Werk"

(dbna.de) Kurz vor Weihnachten hat eine Rede von Papst Benedikt XVI. für Aufregung gesorgt. Auf einem Weihnachtstreffen mit der Verwaltung des Vatikans warnte er davor, dass ein Abweichen vom klassischen Mann-Frau-Bild zur "Zerstörung von Gottes eigenem Werk" führen würde. Er verglich das Abweichen vom traditionellen Geschlechterverständnis mit der Abholzung des Regenwaldes.

Benedikt XVI. sagte, es sei nicht überholt, "wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau redet." Wer sich von dem gottgegebenen Bild emanzipiere, der lebe "gegen die Wahrheit, also gegen den Schöpfergeist." Homo- und Transsexuellenverbände werten das als Schlag ins Gesicht. "Damit sät der Papst nichts anderes als Hass und Gewalt. Die Vorstellungen des Papstes sind nicht zeitgemäß", sagte Michael Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands.

Ausdrücklich lobte der Papst die Ehe zwischen Mann und Frau als "Schöpfungssakrament". In den letzten Wochen hatte sich der Vatikan bei den Vereinten Nationen gegen eine Initiative eingesetzt, mit der die Strafbarkeit von Homosexualität weltweit abgeschafft werden soll (dbna berichtete). Im Vatikan befürchtete man, in diesem Zuge könnten auch gleichgeschlechtliche Ehen unterstützt werden. Der Sprecher des Vatikans stellte aber klar, dass die katholische Kirche Homosexuelle nicht zu Kriminellen abstempeln will (dbna berichtete).

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Weitere Quellen: Fabio Pozzebom/Agência Brasil (CC-Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/2.5/br/deed.en)