Pinguine bekehren?

Christian Brandl Von Christian Brandl

Die Situation im Bremerhavener Zoo scheint verfahren: nachdem die fünfHumboldtpinguin-Paare jahrelang ein vielversprechendes Balzverhaltengezeigt hatten, kam es bei drei Paaren nie zu Nachwuchs. Statt dessenfingen die Vögel an, Steine als Ersatzeier zu bebrüten. Der Grund dafürwar schnell gefunden, denn drei der Paare bestanden nur aus Männchen.Von einem neuen Trick erhofft sich Zoo-Direktorin Heike Kück nunendlich mehr Nachwuchs bei dieser vom Aussterben bedrohten Pinguin-Art:

Mit Hilfe des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) werden dieschwulen Pinguin-Männchen nun mit neuen Weibchen zusammengebracht, dienun die Männchen verführen sollen. Doch Beobachtungen von Tierexpertenbelegen, dass sich homosexuelle Paare in der Tierwelt selten trennenlassen und einander treu bleiben. Doch auch für diesen Fall istvorgesorgt: "Damit die Damen nicht alle leer ausgehen", wurden auchzwei Pinguin-Männchen aus Schweden nach Bremerhaven gebracht.

Bereits in den 80er Jahren hatten die Pinguine des Bremerhavener Zoosfür Schlagzeilen gesorgt, als der Publikumsliebling Kralli - ein"männlicher" Felsenpinguin - ein Ei legte und ausbrütete. Auch KrallisUntreue und ihre Vorliebe für deutlich jüngere Pinguin-Männchen sorgtenimmer wieder für Streit im Gehege.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: web.de; Bilder: Photocase.de