Plakate für Akzeptanz

Andreas Graf Von Andreas Graf
Plakate für Akzeptanz
Stadt Zürich/Fachstelle für Gleichstellung

"Mein Sohn ist schwul. Warum sollte ich ihn deshalb weniger lieben?" Dieser Satz ist derzeit in den Trams und Bussen der Züricher Verkehrsbetriebe zu lesen.

Die von der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit den Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich ins Leben gerufene Plakatkampagne zum "Coming-out-Tag" am 11. Oktober ruft Eltern und Angehörige dazu auf, ihr Kind so zu akzeptieren, wie es ist.

Zwar ist in der Schweiz die Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben in den letzten Jahren gestiegen. Homophobie kommt aber immer wieder vor und reicht von Beschimpfungen über Mobbing bis hin zu körperlicher Gewalt.

"Umso wichtiger ist es, dass Schwule und Lesben bei ihren Eltern, Freundinnen und Freunden auf Verständnis und Unterstützung stoßen.", schreibt die Fachstelle für Gleichstellung auf ihrer Webseite. "Zürich ist eine weltoffene und tolerante Stadt", so die Stadtpräsidentin Corine Mauch. "Es muss deshalb für alle möglich sein, zu ihrer Lebensform zu stehen, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung, ohne negative Konsequenzen."

Die Plakate werden drei Wochen lang im Oktober und November in Deutsch und in sechs weiteren Sprachen, darunter Albanisch und Türkisch, zu sehen sein.

Zürich in der Pionierrolle

Die Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich hat den Auftrag, sich in allen Lebensbereichen für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern einzusetzen. Hierzu gehört seit März dieses Jahres explizit auch die Gleichstellung von homo-, bi-, trans- und intersexuellen Menschen. Die Stadt Zürich ist die erste Stadtverwaltung in der Schweiz mit einer solchen Auftragsergänzung und nimmt damit in der Deutschschweiz eine Pionierrolle ein.

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