Polen: Keine Homo-Politik

Patrick Fina Von Patrick Fina

(dbna.de / queercom) Der neue polnische Regierungschef Donald Tusk wird keine Reformen für Schwule und Lesben einläuten. "Es wird keine Legalisierung von homosexuellen Ehen geben und der Ministerrat wird sich erst gar nicht mit dem Thema beschäftigen.", zitiert "Polskaweb" die Regierungssprecherin Agnieszka Liszka. Als Grund für die Absage nannte sie die ablehnende Haltung der polnischen Bevölkerung. Zuvor hatte eine Gruppe der Regierung einen vorgefertigten Gesetzesentwurf zukommen lassen, mit dem die Rechte von Schwulen und Lesben auf europäisches Niveau gehoben werden sollten.

Derweil griff Wojciech Wierzejski, Europaabgeordneter der ehemaligen Regierungspartei LPR, mit Blick auf den Warschauer CSD erneut Schwule und Lesben an: "Es erwartet uns ein Heer von Kinderschändern und ein Tsunami der Unzucht", sagte er und bezeichnete Schwule und Lesben als eine "mächtige Gruppe von Personen mit psychischen Störungen." Er empfehle, dass sich ein "Chefarzt für Tierheilkunde" Homosexuellen annehmen solle.

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Weitere Quellen: queer.de, istockphoto.com