Priester gegen "perverse" Parade

Redaktion Von Redaktion

(dbna.de / sueddeutsche.de) Mit Sprüchen wie "Rettet Kinder vor Perversion" haben am Samstag einige Demonstranten gegen den Christoper-Street-Day-Umzug in Stuttgart protestiert. Sie folgten einem Aufruf der Priesterbruderschaft St. Pius X., die die Parade als "pervers" bezeichnete. Unterdessen begleiteten 165.000 Zuschauer die 2.000 CSD-Demonstranten durch die baden-württembergische Landeshauptstadt. Für Aufregung sorgte schon im Vorfeld das Motto des CSD: "Ich glaube". Baden-Württembergs Sozialministerin Monika Stolz (CDU) lehnte mit Verweis auf die Losung ein Grußwort für die Veranstaltung ab und wurde dafür aus allen anderen Parteien kritisiert.

Der Leiter des Stuttgarter CSD, Christoph Michl, bezeichnete die Veranstaltung als "sehr politisch". Das Motto diente als Vorlage für deutliche Statements. "Ich glaube, es geht dich nichts an, wer mich fickt", war etwa auf einem Plakat zu lesen. Wie sueddeutsche.de berichtet, sieht Michl in den vielen Zuschauern potenzielle Unterstützung für die Forderungen der Demonstranten: "Wir wollen auch, dass die Politikoberen im Land feststellen, dass hier Menschenmassen für uns auf die Straßen gehen und man sich zu fragen beginnt: Ist Ignoranz angebracht?"

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Weitere Quellen: www.queer.de, www.sueddeutsche.de