Für Fahranfänger soll nach Plänen der Bundesregierung künftig ein absolutes Alkoholverbot am Steuer gelten - nicht jedoch eine "Null-Promille-Grenze", wie dies teilweise durch die Medien geisterte. Eine solche Grenze ist aus wissenschaftlicher Sicht weder durchsetzbar, noch sinnvoll: "Es gibt keinen Menschen, der einen Blutalkoholwert von null Promille aufweist, selbst wenn er absolut nüchtern ist", so der Magdeburger Rechtsmediziner Dieter Krause im Gespräch mit FOCUS. Der menschliche Stoffwechsel sorge dafür, dass ein Mensch auch im nüchternen Zustand einen Blutalkoholspiegel zwischen 0,0001 und 0,0005 aufweise.

Daher müssten Fahranfänger künftig erst ab ca. 0,2 Promille einen Führerscheinentzug fürchten, da dies die ungefähre Grenze für einen sicheren Nachweis sei, dass Alkohol konsumiert wurde. Dennoch ist ein absoluter Verzicht auf Alkohol empfehlenswert, wenn man sich danach noch ans Steuer eines Fahrzeugs setzen möchte: bereits nach dem Genuß eines Glases Sekt kann der Grenzwert erreicht sein.

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