(dbna.de / LSVD) Der LSVD Berlin-Brandenburg ruft zu einer Protestaktion gegen den geplanten Auftritt des Rappers Bushido auf einem Bravo-Konzert gegen Jugendgewalt auf. "Solange sich Bushido nicht von seinen Hass-Texten distanziert, ist seine Teilnahme an dem Event nicht hinnehmbar", sagte Alexander Zinn vom LSVD Berlin-Brandenburg. Der Auftritt des Rappers bei einem Konzert gegen Jugendgewalt käme einer Verhöhnung aller Gewalt-Opfer gleich. Zinn forderte dazu auf, sich in Protestbriefen an die Bravo-Chefredaktion und den Bauer-Verlag zu wenden, der die Bravo herausgibt.

Der Rapper Bushido hat in mehreren seiner Stücke zur Gewalt gegen Schwule aufgerufen. Im Song "Berlin" heißt es zum Beispiel: "Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel." Die Textzeile "Ihr Tunten werdet alle vergast" aus einem anderen Stück wurde nur aufgrund öffentlicher Proteste nicht veröffentlicht. Das Konzert unter dem Motto "Schau nicht weg" findet am 25. August vor dem Brandenburger Tor in Berlin statt.

Hier sind die Adressen, an die Protestbriefe geschickt werden können:

Bravo Chefredaktion
Herrn Tom Junkersdorf
Charles-de-Gaulle-Str. 8
81737 München

Fax: 089 - 67 86 72 98

Bauer Verlagsgruppe
Herrn Heinz Heinrich Bauer
Burchardstraße 11
20077 Hamburg

Fax: 040 - 33 58 30

 

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