Protest in Köln

Andreas Graf Von Andreas Graf
Protest in Köln
Ullstein/Amazon

Weil ihrem Religionslehrer David Berger vom Kölner Kardinal und Erzbischof Meisner die Lehrerlaubnis entzogen wurde, protestierten Schüler nun vor dem Kölner Dom.

Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler demonstrierten am vergangenen Dienstag in der Kölner Innenstadt für ihren ehemaligen katholischen Religionslehrer David Berger.

Mit Transparenten wie "Vor Gott sind wir alle gleich" und "Schluss mit der Scheinheiligkeit" protestierten die Schüler dagegen, dass Berger die Lehrerlaubnis als Religionslehrer durch Kardinal Joachim Meisner entzogen wurde, weil er nach Meinung der Schüler offen homosexuell lebt und sich dazu mehrfach öffentlich geäußert hat (dbna berichtete).

Der Pressesprecher des Erzbistums Köln, Christoph Heckeley, erklärte dagegen noch einmal, dass Berger "nicht wegen seiner sexuellen Orientierung als solcher" die Lehrerlaubnis entzogen worden sei. Vielmehr könne er "nicht mehr glaubwürdig für eine Kirche eintreten, die er gleichzeitig attackiert".

 Der Kölner Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) sieht das anders. "Kardinal Meisner hat Berger die Lehrerlaubnis vor allem deshalb entzogen, weil der das Doppelspiel nicht mehr mitmacht, versteckt schwul zu leben. Das ist ein Ausdruck der Heuchelei." sagte er gegenüber dem "Köner Stadt-Anzeiger".

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Weitere Quellen: ksta, WDR, © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 & GFDL (Titelbild)