"Proud Lebanon" veröffentlicht Video gegen Homophobie

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
"Proud Lebanon" veröffentlicht Video gegen Homophobie
YouTube/Proud Lebanon

Anlässlich des internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie hat die libanesische Bürgerinitiative "Proud Lebanon" ein Video veröffentlicht. Darin kämpfen zahlreiche Prominente gegen Homophobie.

Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie (auf Englisch abgekürzt IDAHO). Denn an diesem Datum hat im Jahr 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel entfernt. Damit war es für die WHO keine Krankheit mehr, schwul oder lesbisch zu sein.

Seitdem hat sich für LGBTIQ* vieles verbessert. Doch noch immer dürfen Lesben und Schwule nicht überall heiraten. In 70 Ländern der Welt wird Homosexualität strafrechtlich verfolgt, in sieben droht die Todesstrafe.

Prominente als Vorbild

Der Libanon gilt im Vergleich zu anderen Ländern des Nahen Ostens als relativ gemäßigt. Immerhin gibt es eine kleine LGBTIQ*-Bewegung, und seit 2014 ist Homosexualität nicht mehr verboten. Allerdings ist die Rechtslage schwierig und nicht eindeutig. 

Auch die gesellschaftliche Anerkennung ist schwierig. Deshalb hat die Bürgerinititative "Proud Lebanon" ein Video zum IDAHO veröffentlicht. Darin betonen Prominente wie die Regisseurin Zeina Daccache oder der TV-Moderator Fouad Yammine, wie wichtig es ist, die Würde von allen Menschen zu achten. 

Man muss nicht schwul sein, um sich gegen Homophobie einzusetzen

"Wir sollten alle zusammenarbeiten, ungerechte Gesetze ändern und solche einführen, die alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen schützen. Denn Gesetze sollen schützen, nicht diskrimieren. Wir wurden alle frei und gleich geboren", sagen die bekannten Libanesen etwa.

"Man mus nicht arm sein, um sich für die Rechte der Armen einzusetzen. Man muss keine Frau sein, um sich für Frauenrechte einzusetzen. Man muss kein Flüchtling sein, um sich für die Rechte von Flüchtlingen starkzumachen. Und man muss nicht homosexuell sein, um für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern zu kämpfen. Es reicht, ein Mensch zu sein", geht es weiter. Darauf folgt der Aufruf, gemeinsam am Tag gegen Homophobie und Transphobie zu demonstrieren. 

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Weitere Quellen: YouTube/Proud Lebanon