Ab Mittwoch, den 2. November 2005 muss sich der 25-jährige IrakerHerisch A. wegen Mordes an Modeschöpfer Rudolf Moshammer vor demMünchner Landgericht verantworten. Der Mann hatte bei seiner Festnahmegestanden, Moshammer am 13. Januar in dessen Villa erdrosselt zu haben,als es zum Streit um die Bezahlung seiner Dienste gekommen war.

"Der Beschuldigte ist bei den weiteren Vernehmungen bei seinemGeständnis geblieben", sagt Sprecher Anton Winkler von derStaatsanwaltschaft München.

Am 14. Januar war Moshammer tot in seinem Haus in Grünwald aufgefundenworden. Nicht einmal 48-Stunden später war es der Kriminalpolizeibereits gelungen, den Täter zu stellen und durch Überprüfung desgenetischen Fingerabdrucks eindeutig zu identifizieren. Der 25-jährigeMann legte auch ein vollständiges Geständnis ab, in dem er angab,Moshammer habe ihn am Münchner Hauptbahnhof angesprochen und ihm 2.000Euro für sexuelle Dienste geboten. Als Moshammer jedoch später diesenBetrag nicht bezahlt wollte, habe er ihn mit einem Kabel erdrosselt.Der Mann betonte, er sei kein Stricher und auch nicht homosexuell,leide jedoch wegen seiner Spielsucht unter permanentem Geldmangel. DiePolizei gibt als Tatmotiv "Habgier" an.

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Weitere Quellen: Südtirol Online