Putin: Homophobe Gesetze schützen vor Chaos

Andreas Graf Von Andreas Graf
Putin: Homophobe Gesetze schützen vor Chaos
kremlin.ru/CC BY-SA 3.0

Russlands Präsident Wladimir Putin hat in einer Rede an die Nation die Anti-Homosexuellen Gesetze seines Landes verteidigt. Sie würden "vor der Zerstörung der traditionellen Werte" und vor Chaos schützen.

Sein Land sei gegen die in vielen Ländern praktizierte "unproduktive Toleranz", die nicht zwischen den Geschlechtern unterscheidet", sagte der Kremlchef vor rund 1000 Zuhörern.

Verteidigung traditioneller Werte

Die Position Russlands sei die "Verteidigung der traditionellen Werte, die seit Jahrtausenden die moralische und spirituelle Grundlage der Zivilisation" bildeten. So wisse er, dass es in der Welt immer mehr Menschen gebe, die die russische Auffassung beim Schutz traditioneller Werte unterstützen, sagte der 61-Jährige mit Blick auf Indien. Dort wird Homosexualität wieder als Verbrechen eingestuft, das mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden kann.

Moral und Sittlichkeit werden umgekrempelt

 "Natürlich ist das eine konservative Position", räumte Putin in seiner einstündigen Rede ein. Diese Position würde aber die Welt vor dem Chaos schützen. "In vielen Ländern werden heute die Normen von Moral und Sittlichkeit umgekrempelt, nationale Traditionen und die Unterschiede zwischen den Nationen und Kulturen verwaschen."

Die Rede wurde mit einem frenetischen Applaus der Zuhörer - Politiker, Richter und Vertreter der Kirche und Wirtschaft unterstützt.

Putin hatte im Juni ein Gesetz unterschrieben, dass "Homo-Propaganda" verbietet (dbna berichtete). Wer in Russland mit Minderjährigen über Themen wie Homo-, Bi-, oder Transsexualität spricht, sie darüber aufklärt oder unterrichtet, wird mit einer hohen Geldstrafe geahndet.

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Weitere Quellen: Reuters, RIAN, Spiegel, AFP, dpa, kremlin.ru/CC BY-SA 3.0