Randy Berry wird Sondergesandter für LGBT-Rechte

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Randy Berry wird Sondergesandter für LGBT-Rechte
Consulate General of the United States

Der Diplomat soll sich ab sofort für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in der Welt stark machen. US-Außenminister John Kerry hat ihn zum Sondergesandten ernannt.

Unter Präsident George W. Bush wäre so etwas unmöglich gewesen. Doch seit Barack Obama Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist, hat sich einiges getan im drittgrößten Land der Erde. Immer mehr Staaten haben die Homo-Ehe eingeführt und Obama wirbt offen für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben.

Nun hat das Land auch einen eigenen Sondergesandten für die Menschenrechte von LSBT. Außenminister John Kerry ernannte den Diplomaten Randy Berry zum Sonderbotschafter.

"Die Verteidigung und Verbreitung der Menschenrechte von LGBT-Personen ist der Kern unserer Verpflichtung, Menschenrechte weltweit voranzutreiben - es ist das Herz und Gewissen unserer Diplomatie"

Kerry bei der Vorstellung des Diplomaten in Washington

Volker Beck: "Einsetzung eines Sonderbotschafters für LGBT-Rechte ist vorbildlich"

Berry ist aktuell US-Generalkonsul in Amsterdam. Zuvor hatte er in Neuseeland, Nepal, Bangladesh, Ägypten, Südafrika und Uganda gearbeitet.  Damit kennt er einige der Länder, in denen Homosexualität unter Strafe steht. Der neue Sondergesandte lebt selbst offen schwul.

Volker Beck, innenpolitischer Sprecher der Grünen, findet es "vorbildlich", dass die USA diesen Posten geschaffen hat. "Von Kerry könnte sich Steinmeier eine Scheibe abschneiden", denn auf dem "diplomatischen Parkett gibt es hier tatsächlich viel zu tun", schrieb der Politiker. Er verwies auf die Genfer Menschenrechtspolitik und die Tatsache, dass noch immer Homosexuelle für ihre sexuelle Orientierung bestraft werden.

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Weitere Quellen: Consulate General of the United States / MyxMaster/istockphoto.com