Rechte in Serbien

Christian Brandl Von Christian Brandl

Die Frage nach der Situation von Schwulen und Lesben in Serbienbeantwortet sich schnell selbst, wenn an Pressemeldungen undMitteilungen von schwullesbischen Organisationen etwas genauerbetrachtet: aus Furcht vor staatlicher Repression sind dort meist nurwenig Kontaktdaten angegeben, eine Adresse fehlt meist völlig und manfindet bestenfalls eine anonyme Handynummer als Kontaktmöglichkeit.

"Kurz gesagt: es ist ziemlichgefährlich lesbisch oder schwul zu sein. Einerseits ist es gefährlichund andererseits leben insbesondere junge Homosexuelle voller Angst[...] Es muss sich also nicht um direkte Gewalt handeln, es reicht,wenn man hört, dass einer zusammengeschlagen wurde, damit sich diebestehende Angst verstärkt", so Lepa Mladjenovic, Vorsitzende von Labris, einer Gruppe, die sich für die Menschenrechte von Lesbierinnen einsetzt.

Nach einer Umfrage der Gruppe ist Gewalt gegen Schwule und Lesben inSerbien an der Tagesordnung. von 71 Befragten haben fast dreiviertelbereits einmal Gewalt wegen ihrer sexuellen Orientierung erfahren.Darum fordert Labris nun ein Gesetz gegen diese Diskriminierung und denStart der Medienkampagne "Recht auf ein Leben ohne Gewalt".Auch nach Meinung von Sasa Gajin, Jurist des Instituts fürvergleichendes Recht, sei es wichtig Antidiskriminierungsgesetze zuerlassen, weil Diskriminierung in Serbien eine systematische undendemische Erscheinung ist.

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Weitere Quellen: dw-world.de