Respekt-Preis

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Respekt-Preis
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Zum ersten Mal wird der Respekt-Preis des Bündnisses gegen Homophobie in Berlin verliehen. Am 5. Januar 2011 wird die Berliner Integrationssenatorin, Carola Bluhm, die Auszeichnung an die Hedwig-Dohm-Oberschule für ihr Engagement gegen Homophobie verleihen.

Es ist die Erstverleihung des Respekt-Preises: Am 5. Januar 2011 wird die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm, der  Hedwig-Dohm-Oberschule in Berlin-Moabit die Auszeichnung des Bündnisses gegen Homophobie verleihen.

Die Mitglieder des Bündnisses gegen Homophobie wählten die Schule für ihr hervorragendes Engagement gegen Homophobie Ende des Jahres 2010 zum ersten Preisträger.

"Bedeutender Beitrag"

"Homosexuellenfeindliche Einstellungen sind immer noch weit verbreitet. Umso wichtiger ist vorbildliches Engagement wie das der Hedwig-Dohm-Oberschule, die durch Aufklärungskampagnen und Workshops falschen oder fehlenden Vorstellungen über gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Schule vorbeugt", erklärt Senatorin Bluhm dazu "Dadurch leistet die Hedwig-Dohm-Oberschule einen bedeutenden Beitrag für mehr Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Personen in unserer Stadt."

Ausschlaggebend für die Wahl der Hedwig-Dohm-Oberschule war eine empirische Untersuchung von Wissenschaftlern der Berliner Humboldt-Universität. Die Forscher belegten, dass die Schule mit den Maßnahmen des Aufklärungsprojekts "Community Gaymes" ein Umdenken im Sinne von Gleichberechtigung und Antidiskriminierung bei den Schülern bewirken konnte.

Initiation des LSVD Berlin-Brandenburg

Unterstützt wird die Verleihung des Respekt-Preises im Jahr 2011 mit Freikarten vom FriedrichstadtPalast. Dieser ist auch Mitglied des Bündnisses gegen Homophobie. Schulleiter Josef Widerski wird zusammen mit seinen Kollegen sowie Schülern des gesamten Schule erwartet.

Im September 2009 gründete sich das das Bündnis gegen Homophobie. Die Initiation lag beim Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg, der bis heute auch die Koordination übernimmt. Erstunterzeichner waren 24 relevante gesellschaftliche Organisationen, Institutionen und Unternehmen, die sich darin einig sind, dass gegen Homosexuellenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt ein Zeichen gesetzt werden muss.

"Keine Abstriche bei Recht auf sexuelle Selbstbestimmung"

Die Unterstützer des Bündnisses gegen Homophobie betrachten Homophobie als gesamtgesellschaftliches Problem, das uns alle angeht, und wollen dieses nicht tatenlos hinnehmen. "Bei der Freiheit des Einzelnen und dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung dürfen in einer demokratischen Gesellschaft keine Abstriche gemacht werden", heißt es in der Gründungserklärung.

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