Rettung vorerst gelungen

Redaktion Von Redaktion

Das Zentrum für Lesben und Schwule Stuttgart, die Weissenburg, darfsich über ein tolles Weihnachtsgeschenk freuen: Am 18. Dezember hat derStuttgarter Gemeinderat in der dritten Lesung des Etats beschlossen,die Weissenburg weiterhin voll zu bezuschussen und keine Streichungvorzunehmen.

Das Zentrum für Lesben und Schwule Stuttgart, die Weissenburg, darf sich über ein tolles Weihnachtsgeschenk freuen: Am 18. Dezember hat der Stuttgarter Gemeinderat in der dritten Lesung des Etats beschlossen, die Weissenburg weiterhin voll zu bezuschussen und keine Streichung vorzunehmen (dbna berichtete über die geplante Streichung - siehe Link). Die bisherige Förderung in Höhe von 25.000 Euro bleibt also für das Jahr 2010 bestehen.

Mit 31 zu 24 stimmten Grüne, SPD und SÖS/Linke für den Etat des Doppelhaushalts 2010/2011. Gegen den Doppelhaushalt votierten unter anderem CDU, FDP und die Freien Wähler.

Weiterhin Unsicherheit

Dennoch ist die Debatte nicht vom Tisch. Da der Gemeinderat sich dazu entschloss, im Laufe des Jahres 2010 eine Einsparung von insgesamt 290.000 Euro im Bereich Soziales, Jugend, Gesundheit für das darauf folgende Jahr zu vollziehen, kann es sein, dass für den 2011er Bestandteil des Etat neue Voraussetzungen geschaffen werden. Somit ist eine langfristige Finanzierung auf dem selben Niveau wie bisher für die Weissenburg weiterhin nicht garantiert.

"Wir werden wachsam bleiben müssen", hieß es dazu aus der Weissenburg. Dennoch herrscht Optimismus vor.: Man gehe nicht davon aus, dass es angesichts der Gesamtsumme von 290.000 Euro zur kompletten Streichung des Zuschusses der "Burg" kommen werde. "Der Bestand der Weissenburg ist also nach diesen Etatberatungen und den neuen Mehrheiten im Stuttgarter Gemeinderat zumindest nicht gefährdet", so die Verantwortlichen.

Unterstützer haben zur Rettung beigetragen

Der Dank der Verantwortlichen der "Burg" gilt den vielen Unterstützern aus allen möglichen Organisationen, die auf vielfältige Art und Weise zur vorläufigen Rettung beigetragen haben. So wurde unter anderem gut zwei Wochen vor der Abstimmung im Gemeinderat eine Petition mit fast 1.000 Unterschriften an die Stuttgarter Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Frau Gabriele Müller-Trimbusch, übergeben. Das Stuttgarter Magazin "Schwulst" hatte diese im Rahmen einer Online-Aktion gesammelt.

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Weitere Quellen: schwulst.de, zentrum-weissenburg.de, stuttgart.de, iStockPhoto.com / Zentrum Weissenburg