Ricky Martin ausgezeichnet

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Ricky Martin ausgezeichnet
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Gerade einmal ein Jahr ist sein Coming-out her. Nun erhielt Pop-Ikone Ricky Martin für seinen Schritt an die Öffentlichkeit bei der 22. Preisverleihung der Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) Media Awards den Vito Russo Award.

Als Ricky Martin im Frühjahr 2010 sein Coming-out hatte (dbna berichtete), waren eine Menge Schwule alles andere als überrascht. Für viele war Ricky Martins Offenbarung nur eine Bestätigung langjähriger Vermutungen.

Für die Jury der Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) war dies aber kein Kriterium für ihre Entscheidung, der 39-jährigen Pop-Ikone den Vito Russo Award zu verleihen. Bei der 22. Preisverleihung der GLAAD Media Awards am Samstagabend, den 19.03.2011, wurde der Sänger damit für sein Coming-out ausgezeichnet.

Der Vito Russo Award geht jährlich an solche homosexuellen Prominente, deren Erscheinungsbild in den Medien äußerst positiv war. Bei Ricky Martin befand GLAAD, dass der Sänger, der seit 2008 Vater von Zwillingen ist, mit seinem Coming-out zu einem besonderen positiven Vorbild für die Latino-Community avancierte. Die GLAAD-Auszeichnungen gelten als die höchsten der schwullesbischen Medienwelt.

Dank an Eltern und Partner

Der Latein-Amerikaner zeigte sich in seiner Dankesrede gerührt: "Was für eine Ehre. Ich habe keine Worte außer Danke Ich wollte einfach frei sein. Und heute kann ich sagen, dass ich frei bin Besonderen Dank ließ Ricky Martin seinen Eltern sowie "meinem Partner Carlos" zukommen.

Damit nannte er zum ersten Mal den Namen seines Lebensgefährten in der Öffentlichkeit. Medienberichte läuten damit den letzten Akt der Coming-out-Geschichte von Ricky Martin. Dieser hatte seinen Lebensgefährten nie offiziell vorgestellt, jedoch wurde er in letzter Zeit des Öfteren bei offiziellen Veranstaltungen in Begleitung von Carlos Gonzales gesichtet. Schließlich forderte der Sänger die Zuschauer auf: "Lasst uns nach Lateinamerika gehen und dort die Liebe teilen."

Zudem wurde Talk-Show-Moderatorin Oprah Winfray in der Kategorie "Outstanding Talk Show Episode geehrt. Die US-Amerikanerin hatte Ricky Martin nach seinem Coming-Out interviewt.

Glaad.org

Weitere Preisträger 2011: Russell Simmons, Anderson Cooper, Scissor Sisters

Der "Excellence in Media Award" ging an den Hip-Hop-Produzenten Russell Simmons. Mehrmals hatte sich dieser, der das Kultlabel Def Jam Records mitbegründete, öffentlich für die Rechte von Schwulen und Lesben stark gemacht.

Im Bereich des Fernsehjournalismus wurde der Chefnachrichtensprecher von CNN, Anderson Cooper, ausgezeichnet. Cooper hatte eine aufsehenerregende Dokumentation über die Selbstmorde schwuler und lesbischer Teenager gedreht. Tina Fey, die Hauptdarstellerin der US-Serie "30 Rock", nahm den Preis für die beste Folge einer schwulen Serie ohne ständige schwullesbische Figur persönlich entgegen. Der Preis gilt der Folge "Klaus & Greta". Im deutschsprachigen Raum läuft die Serie auf TNT Serie, PULS 4 und HD Suisse.

Den GLAAD-Media-Preis für den besten Blog des Jahres erhielt zu dem der Blogger Joe Jervis. Jervis schreibt auf seiner Seite detailliert und mit Herzblut über schwullesbische Themen. Als Musikgruppe des Jahres zeichnete GLAAD zudem die Scissor Sisters aus.

GLAAD wurde 1985 in New York gegründet. Hintergrund war die sensationsheischende und diffamierende Berichterstattung der New York Post über AIDS, gegen welche die Gründer protestierten. Die Gründung weiterer US-amerikanischer Ortsverbände folgte. 1995 wurde man schließlich zu einer nationalen Organisation in den Vereinigten Staaten.

GLAAD hat es sich zum Ziel gesetzt, eine "faire, korrekte und inklusive Darstellung von Menschen und Ereignissen in den Massenmedien als ein Mittel gegen Homophobie und gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung" zu fördern und zu sichern. Mit der Media-Award-Verleihung tritt die Organisation Jahr für Jahr am deutlichsten in die Öffentlichkeit.

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Weitere Quellen: ggg.at, lieblingsstars.com