Schlimme Prognose

Redaktion Von Redaktion

China muss in den nächsten fünf Jahren mit mehr als zehn MillionenAidsinfektionen rechnen, falls nicht drastische Maßnahmen zurEindämmung der Immunschwächekrankheit ergriffen werden.

Diese eindringliche Warnung, die bisher nur von UN-Experten zu hörenwar, haben jetzt erstmals auch offizielle Vertreter des chinesischenGesundheitssystems geäußert. Der Vorsitzende der ChinesischenVereinigung zur Aids-Vorbeugung und des Nationalen Expertenkomitees,Dai Zhicheng, unterstrich mit dieser Schätzung das Ausmaß der Gefahr.

Er wiederholte zugleich die Ankündigung der Regierung, Maßnahmenergreifen zu wollen, um die Zahl der Infizierten unter 1,5 Millionen zuhalten, obwohl UN-Experten die Zahl heute schon so hoch schätzen.

Wie erst diesen Monat bekannt geworden war, ist die Zahl derregistrierten Aidsinfektionen in China sprunghaft um 42 Prozent auf126.808 gestiegen. Hintergrund war die deutliche Ausweitung von Testsin stark betroffenen Regionen.

Unhygienische Blutspendemethoden und Geschäftemachereien mitBlutkonserven waren anfangs Hauptursachen für die Ausbreitung von Aids.Heute verbreitet sich das Virus zunehmend durch sexuelle Freizügigkeit,Unkenntnis, Ignoranz, unhygienische Bedingungen sowie intravenösenDrogenmissbrauch.

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Weitere Quellen: Greenpeace