Schüssel kontra

Christian Brandl Von Christian Brandl

Unter starkem Applaus von etwa 1.300 Delegierten erteilte derösterreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel der absolutenGleichstellung von Schwulen und Lesben eine Absage. Die ÖVP sei in derFrage der Gleichstellung der Homo-Ehe für ein klares "Nein", denn manwolle "Familie und die Kinder in den Mittelpunkt" stellen. "Wer glaubt, dass er mit der Homo-Ehe punkten kann, soll's ruhig tun.",so Schüssel auf dem Parteitag der Tiroler ÖVP. Damit läuft die Meinungdes Bundeskanzlers völlig der des Bundespräsidenten Heinz Fischerzuwider, der erst kürzlich betonte, derKonsens würde breiter, "dass man gleichgeschlechtliche Partnerschaftennicht diskriminieren darf und dass man Menschen auch die Möglichkeitengeben sollte, in dieser Form füreinander da zu sein und zusammenzuleben".

In seiner Rede betonte Schüssel auf die "christliche Verantwortung"seiner Partei und kritisierte die geplante europäische Verfassung, dasssie auf die christlichen Wurzeln Europas keinen Augenmerk lege."Vielleicht haben manche, die sich jetzt gegen die Verfassungausgesprochen haben, auch aus diesem Grund dagegen gestimmt", soSchüssel. 

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Weitere Quellen: derStandard.at