Schwule Fußballprofis haben wenig zu befürchten

Redaktion Von Redaktion
Schwule Fußballprofis haben wenig zu befürchten
FARE network/Flickr/CC BY-SA 2.0

Die Mehrzahl der Fußballfans ist bereit für ein Coming-out schwuler Profis. Das behauptet Theo Zwanziger, DFB-Präsident von 2004 bis 2012, in seiner Biografie "Die Zwanziger Jahre", die kommende Woche erscheint.

"Ich glaube, ein schwuler Fußballprofi hätte heutzutage in den deutschen Stadien nichts Dramatisches zu befürchten.Wahrscheinlich würden ihn die meisten Fans eher feiern für seinen Mut und seine Extravaganz, als ihn auszupfeifen oder zu beschimpfen" zitiert die "Rhein-Zeitung" Zwanziger vorab.

Manuel Heinrich / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-2.5

Probleme sieht der 67-Jährige eher in der Mannschaft selbst, in der es Spielerkollegen aus anderen Kulturkreisen an nötiger Toleranz fehlen könnte: "Ich kann mir ausmalen, dass der Trainer, wenn er Wert legt auf ein konfliktfreies Mannschaftsgefüge, dann eben doch auf den schwulen Spieler verzichtet, um Ärger zu vermeiden."

Zwanziger nimmt an, dass es weniger schwule Bundesligaspieler gibt, als angenommen: "Wer zur Elite gehört, kann nicht Versteck spielen, das passt nicht zusammen."

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Weitere Quellen: Rhein-Zeitung