Schwule Männer verdienen weniger als Heteros

Schwule Männer verdienen weniger als Heteros

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Dass Frauen weniger verdienen als Männer, ist nicht neu. Nun wird deutlich: Auch schwule Männer verdienen weniger als heterosexuelle Geschlechtsgenossen.

Das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) hat herausgefunden, dass die Kluft zwischen der Entlohnung von homo- und heterosexuellen Männern zwar nicht so groß ist wie diejenige zwischen Heteromännern und Frauen, aber doch beachtlich.
Der durchschnittliche Stundenlohn bei Heteromännern beläuft sich derzeit auf 18 Euro, bei schwulen Männern sind es nur 16,40 Euro in der Stunde. Heterosexuelle Frauen dagegen verdienen mit 14,40 Euro pro Stunde weniger als homosexuelle Frauen mit 16,44 Euro.

Die unterschiedlichen Positionen und Branchen der Befragten flossen in die Untersuchung mit ein. Dennoch blieben zumindest bei den Männern Unterschiede bestehen. Die Löhne homosexueller Frauen hingegen unterscheiden sich nach der Berücksichtigung der beiden genannten Faktoren kaum noch. Die Daten wurden im Rahmen einer Umfrage erhoben. Erstmals wurde dabei auch die sexuelle Orientierung berücksichtigt. 

Bei den homo- und bisexuellen Männern finden sich mehr Angestellte als Arbeiter. Selten ist in dieser Gruppe eine Beamtenposition oder eine Stelle in der Produktion vertreten. Beim Ableisten von Überstunden liegen die homo- und bisexuellen Männer an der Spitze. Das Gleiche gilt nach der DIW-Studie auch für die Schulbildung. Hier liegen Schwule, Lesben und Bisexuelle mit einer im Durchschnitt etwas höheren Schulbildung ebenfalls vorn. Wird dies eingerechnet, liegt die Lohnlücke sogar bei über 2 Euro.

Neben dem sogenannten "Gender Pay Gap" haben wir es also auch noch mit einem "Sexuality Pay Gap" zu tun.

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