Schwule sollen sterben

Redaktion Von Redaktion

Im ostafrikanischen Uganda soll ein Gesetz verabschiedet werden, dassgleichgeschlechtlichen Sex unter lebenslange Strafe stellt. Sollten die Beschuldigtenmit HIV infiziert sein, soll sogar die Todesstrafe folgen.

(dbna.de / bazonline.ch) Lebenslange Haft und sogar die Todesstrafe für HIV-positive Personen, die gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr hatten, drohen bald in Uganda.

Nun hat der britische Premier Gordon Brown (Labour Party) bei einem Arbeitsfrühstück mit dem Präsidenten des ostafrikanischen Staates, Yoweri Kaguta Museveni, seine Vorbehalte klar geäußert. Als "inakzeptabel" bezeichnete schon zuvor Kanadas Premier Stephen Harper das geplante ugandische Gesetz.

Regierungsmitglieder sprechen von "Segen"

Im Parlament von Kampala, der ungandischen Hauptstadt, wird derzeit über das sogenannte Anti-Homosexualitäts-Gesetz 009 debattiert. Der darin enthaltene Paragraph 2 sieht lebenslange Haft für Menschen, die gleichgeschlechtlichen Sex praktizieren, vor. Im Falle eines positiven HIV-Tests soll sogar die Todesstrafe verhängt werden können. Zwar unterstütze nach Berichten der britischen "The Times" die Regierung Ugandas diese Gesetzesvorlage nicht, aber dagegen unternommen habe sie auch nichts. Bekannt wurde durch die britische Zeitung sogar, dass Mitglieder der Regierung das Vorhaben gar als Segen gepriesen hätten.

Denunziation Tür und Tor geöffnet

Das ist aber allerdings noch nicht das Ende: Laut Gesetzesentwurf ist über die Bestrafung von Homosexuellen hinaus vorgesehen, Personen zu bestrafen, denen homosexuelle Handlungen bekannt sind und diese nicht innerhalb von 24 Stunden der Polizei melden. Diese sollen dann mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Wer darüber hinaus sich für die Recht von Schwulen und Lesben einsetzt, wird gar mit bis zu sieben Jahren Haft bedroht. Das alles sind Maßnahmen, die Denunziation und Bespitzelung Vorschub leisten werden.

Insgesamt sind die liberalen Kräfte des Commonwealth, der losen Verbindung von souveränen Staaten des ehemaligen britischen Imperiums, schockiert über dieses Vorhaben Ugandas auch wenn Homosexualität bis heute in einer Vielzahl der Mitgliedstaaten dieses Verbundes verboten ist.

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Weitere Quellen: bazonline.ch, iStockPhoto.com