Schwule und Lesben dürfen im ganzen Norden heiraten

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Schwule und Lesben dürfen im ganzen Norden heiraten
ultrakreativ / 123RF Stock Photo

Die Gesetzesänderung ist beschlossen: Damit dürfen in Zukunft Homosexuelle in Finnland heiraten. Davor hatte es schon eine eingetragene Partnerschaft gegeben.

Finnland war das letzte Land in Nordeuropa, in dem es keine gleichberechtigte Ehe für Schwule und Lesben gab. Das hat ein Ende: Am vergangenen Freitag, 28. November, hat das finnische Parlament eine Gesetzesänderung beschlossen. Das Votum war knapp: 105 Abgeordnete stimmten dafür, 92 dagegen.

Das neue Gesetz könnte ab 2016 in Kraft treten. Dann gibt es keine Unterschiede mehr zwischen homo- und heterosexuellen Verheirateten. Schwulen und Lesben wurde damit auch ein Adoptionsrecht eingeräumt. Zuvor gab es seit 2002 eine eingetragene Partnerschaft. Vor der Abstimmung äußerte sich der Ministerpräsident Alexander Stubb von der konservativen Nationalen Sammlungspartei in einem offenen Brief: "Finnland sollte eine Gesellschaft werden, in der es keine Diskriminierung gibt und in der Menschenrechte respektiert werden. Zwei Erwachsene sollen ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung heiraten dürfen."

Kritik von den rechtspopulistischen "Wahren Finnen"

Gegenstimmen kamen vor allem von der rechtspopulistischen Partei "Wahre Finnen", die bei der letzten Parlamentswahl 2011 immerhin 19,1 Prozent der Stimmen erhielt. Damit ist sie die drittstärkste Partei im Parlament. Der Abgeordnete Mika Niikko sagte im Vorfeld: "Es ist eine Frage, die die Zukunft unserer Kinder und die ganze Gesellschaft beeinflusst. Solche Veränderungen sollten nicht ohne gründliche Untersuchung der Auswirkungen beschlossen werden."

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