Schwule Väter können es genauso

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Schwule Väter können es genauso
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Eine neue Studie aus den USA zeigt: Die Kinder von zwei Männern sind genauso glücklich wie die von heterosexuellen Eltern. Das bestätigt einmal mehr, dass Kindern in Regenbogenfamilien ebenso gut aufwachsen können.

Das Kindeswohl muss oft dafür herhalten, wenn Menschen sich gegen die Adoption durch homosexuelle Eltern aussprechen. Von Politikern und Kirchenvertretern wird oft behauptet, Kinder könnten in Regenbogenfamilien nicht so gut aufwachsen wie in einer traditionellen Familie.

Eine Studie aus den USA beweist jetzt einmal mehr, dass das nicht zutrifft. Das Tufts Medical Center hat 732 schwule Väter aus 47 US-Bundesstaaten befragt. 88 Prozent antworteten, dass ihr Kind nicht unglücklich oder depressiv ist. Bei heterosexuellen Eltern antworteten 87 Prozent in einer früheren Untersuchung dasselbe.

Ein Drittel der Kinder wurde geärgert oder gemobbt

Und auch bei anderen Fragen lagen die Antworten nahe beieinander. 75 Prozent der Heteros gaben an, dass ihr Kind sich nicht viele Sorgen macht. 72 Prozent der Homosexuellen sagen dasselbe.

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"Der Konsens ist überwältigend, sodass es keinen Unterschied gibt zwischen Kindern, die bei gleichgeschlechtlichen oder bei heterosexuellen Eltern aufwachsen", sagte der Soziologie-Professor Ryan Light, einer der Autoren der Studie.

Allerdings erlebten 20 bis 30 Prozent der schwulen Väter Abneigung aufgrund ihrer Homosexualität. Die kam vor allem aus der Familie, Freunden oder im Zusammenhang mit Religionen. "Ein Drittel der Eltern berichtet, dass ihr Kind geärgert, gemobbt oder anders von Freunden stigmatisiert wurde", heißt es in der Auswertung.

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Australische Studie: Regenboden-Kinder sind gesünder

Die Ergebnisse stützen eine Reihe ähnlicher Untersuchungen. Erst Mitte April hat eine niederländisch-amerikanische Studie herausgefunden, dass sich Regenbogen-Kinder im Lernverhalten, in ihrem Umgang mit emotionalem Stress oder Konfliktsituationen nicht unterscheiden. Auch hier wurde jedoch deutlich, dass die homosexuellen Eltern unter mehr Stress stehen, weil sie sich öfter rechtfertigen müssen.

Eine australische Studie aus dem Jahr 2014 stellt sogar fest, dass Kinder von schwulen oder lesbischen Eltern sogar gesünder sind und einen besseren Familienzusammenhalt erleben.

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