Schwulen-Radar im Netz

Christian Brandl Von Christian Brandl

Studenten am MIT entwickeln zu Studienzwecken "Gaydar" für soziales Netzwerk

(dbna.de / DerStandard.at) Soziale Netzwerke boomen und bereitwillig geben Menschen Informationen über ihren Freundes- und Bekanntenkreis bekannt. Das die Freunde Rückschlüsse auf die eigene Persönlichkeit geben können, damit beschäftigten sich in den vergangenen Jahren verschiedene Studien. Studenten am MIT gingen nun einen neuen Weg: im Rahmen eines Projektes werteten Sie das Verhältnis homo- und heterosexueller Bekannter von Facebook-Nutzern aus und versuchten auf dieser Datenbasis die sexuelle Orientierung weiterer Nutzer zu erschließen, die diese nicht offen angegeben hatten.

Mit einer Software analysierten die Studenten die Profile von 1.544 heterosexuellen Nutzern, 21 bisexuellen und 33 homosexuellen Nutzern und kamen zu dem Ergebnis, dass homosexuelle Männer erheblich mehr homosexuelle Freunde haben, als heterosexuelle. Bei der Auswertung weiterer Profile ergab sich, dass zehn Personen, welche die Software als homosexuell bewertete, tatsächlich schwul waren.

Die Analyse war mit einer Ethik-Kommission am MIT besprochen worden und sei absolut anonymisiert erfolgt. Bei bisexuellen und lesbischen Usern funktionierte die Auswertung nicht.

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Weitere Quellen: DerStandard.at, iStockPhoto.com