Schwuler Maibaum geklaut

Christian Brandl Von Christian Brandl

Die bayerische Tradition macht auch vor schwullesbischen Maibäumen nicht halt: der Baum des Münchner Glockenbachviertels wurde geklaut und muss nun ausgelöst werden.

(dbna.de / Muenchen24) Die bayerische Tradition macht auch vor schwulen Maibäumen nicht halt: nur 20 Minuten war der Maibaum für das Münchner Glockenbachviertel, das als schwullesbisches Zentrum Münchens bekannt ist, nicht beaufsichtigt und in dieser Zeit stahl ihn der Ismaninger Burschenverein vom Hof des Künstlers Robert C. Rore.

Dieser hatte den Maibaum leichtsinnigerweise aus seiner Werkstatt verbannt, um dort wieder vernünftig arbeiten zu können: "Da habe ich ihn dann unter ein Dach in den Hof gestellt und bin kurz essen gegangen. Nach dem Essen bin ich nochmal kurz in die Werkstatt, um Schreibkram zu erledigen. 20 Minuten hat das gedauert. Dann bin ich raus und hab' gesehen: Der Baum ist weg", so der Künstler, der in diesem Jahr den ersten Teil des Glockenbach-Maibaums mitgestaltet.

Die Ismaninger Burschenschaft hat sich aber bereits per Fax zu dem Klau bekannt, nachdem es schon Gerüchte gegeben hatte, die CSU hätte den Maibaum entwendet. Nun wird der Baum am 1. Mai zurückgebracht, bevor er an seinem endgültigen Standort am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz aufgestellt werden soll. Dort wird dem Brauch entsprechend noch öffentlich über die Auslöse für den Maibaum verhandelt werden. "Die Show verspricht eine Menge Spaß", so SUB-Vorstand Uwe Hagenberg.

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: muenchen24.info, Photocase.com