Schwuler Urlaub?

Patrick Fina Von Patrick Fina

Die Tourismus-Branche hat Schwule und Lesben längst für sich entdeckt.Immer mehr Urlaubsorte sind "gay-friendly" und auf dievermeintlichen Bedürfnisse Homosexueller zugeschnitten. Brauchen wirso etwas überhaupt?

Ob auf Gran Canaria, auf Ibiza oder auf Mykonos: Die Tourismus-Branche hat Schwule und Lesben längst als Zielgruppe entdeckt. Der deutsche Reiseveranstalter TUI will herausgefunden haben, dass schwule Touristen vor allem Wert auf hohe Qualität legen und wesentlich öfter verreisen als ihre heterosexuellen Mitmenschen. So haben im Jahr 2006 rund 94 Prozent aller deutschen Schwulen und Lesben eine Reise unternommen, 22 Prozent von ihnen haben sich sogar viermal im Jahr Ferien vom Alltag gegönnt. Weil sie aufgrund ihrer Kinderlosigkeit nicht an die Haupturlaubszeiten gebunden sind, tragen Schwule und Lesben erheblich zur Auslastung der Nebensaisonen teil.

Kein Wunder, dass sich die Branche deshalb mit speziellen Angeboten an diese heißbegehrte Zielgruppe wendet. Längst ist es normal, dass sich Hotels als "gay-friendly" bezeichnen und damit betonen, dass Schwule und Lesben herzlich willkommen sind. Es gibt eigens für Homosexuelle konzipierte Reisekataloge und Kreuzfahrten.

Aber: Braucht es wirklich eine hochspezialisierte Tourismusbranche speziell für Schwule und Lesben? Legst du überhaupt Wert darauf, in deinem Urlaub schwul oder lesbisch auszugehen?

dbna.newsletter
Bleibe immer up-to-date.
Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter!
Weitere Quellen: derstandard.at, spiegel.de