Schwules Museum

Redaktion Von Redaktion

Eine Gruppe von homosexuellen Historikern, Lehrern und Künstlern wollen ein Museum der homosexuellen Kultur und Geschichte eröffnen.
Hierfür werden in ganz Großbritannien Sammlungen verschiedener Museen auf homosexuelle Hintergrunde geprüft und in einigen Fällen umgewertet. Am Ende soll eine "homosexuelle Datenbank" zusammengestellt werden. Dinge die über Jahre in den Museen gesammelt wurden, schienen Anfangs vielleicht ohne homosexuelle Verbindung. Ein Beispiel ist die "Welsh Sammlung" über Eleanor Butler und Sarah Posonby. In Großbritannien bekannt als die "Ladies von Llangollen, lebten sie von 1819 bis zu ihrem Tode 1821 und 1831 in einer kleinen Hütte. Berühmt geworden sind sie durch die exzentrische Wahl ihrer Kleidung. Für die damalige Zeit für Frauen unvorstellbar, trugen sie Männerkleidung.  "Sie haben nie das Wort "lesbisch" benutzt um ihre Beziehung zu beschreiben, aber es bestand kein Zweifel daran, dass sie zusammen lebten und ohne Frage das gleiche Bett teilten.", erzählt Jack Gilbert, der Direktor von Proud Heritage. (ganze Geschichte unter http://www.f-n-f.net/Ladies-of-Llangollen.htm)

"Wir denken, dass ähnliche Beispiele auch in andern Museumsarchiven zu finden sind, da aber vor 200 Jahren Wörter wie "schwul" oder "lesbisch" in der Öffentlichkeit nicht benutzt wurden, haben Archivare diese Tatsache einfach übersehen oder nicht wahrgenommen. Irgendwann, wenn genug Material aus der nationalen Datenbank gesammelt wurde, wollen wir ein "virtuelles Museum" der schwul-lesbischen Geschichte zusammenstellen. Jetzt gilt es noch ein passendes Objekt für dieses Museum zu finden. Der vorwiegend homosexuelle Bereich rund um King's Cross in London wäre ein idealer Platz hierfür.", so Jack Gilbert.

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Weitere Quellen: Quellen: f-n-f.net, 365gay.com; Bilder: Photocase