Segen der Liebenden

Christian Brandl Von Christian Brandl

"Ich bin dabei, meine Mitbrüder und viele Katholiken zu überzeugen, dass homosexuelle Menschen keine Outlaws sind, sondern Menschen wie du und ich, die oft schwer an ihrer Orientierung zu leiden haben" - mit diesen Worten forderte Toni Faber - Pfarrer im Wiener Stephansdom - ein stärkeres Engagement der katholischen Kirche auch für Schwule und Lesben. Im Rahmen eines "Segensgottesdienst für Liebende" hatte der fortschrittliche Geistliche bereits am Valentinstag auch Schwule und Lesben gesegnet.

Er betonte jedoch, dass er sich dabei strikt an die Vorgaben der Bischofskonferenz gehalten habe, denn es wurden nicht die homosexuellen Paare gesegnet, sondern - wie auch Paare die sich "nicht in einer sakramentalen Ehe oder in Vorbereitung darauf" befinden und Alleinstehende - nur als Einzelpersonen: "Ich habe das natürlich mit unserem Kardinal abgestimmt. Ich befinde mich auf sehr katholischem Boden, in 100-prozentiger Übereinstimmung mit den Richtlinien der Bischofskonferenz", so Faber in wörtlich.

Dennoch sehe er einen Bedarf, dass diese Art des Segensritus weiterentwickelt werden müsse.

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Weitere Quellen: Quelle: Stephansdom.at Bildmaterial: © Photocase.com