Selbstmord nach Mobbing

Redaktion Von Redaktion
Selbstmord nach Mobbing
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Am 18. September hat sich der 14-Jährige Jamey Rodemeyer das Leben genommen, weil er schwul war und deswegen diskriminiert wurde. Schwer getroffen von diesem Vorfall, hat Lady Gaga am Samstag, den 24. September, ihren Song "Hair" dem kleinen Jamey gewidmet.

Am 18. September hat sich der 14-Jährige Jamey Rodemeyer das Leben genommen, weil er schwul war und deswegen diskriminiert wurde. Schwer getroffen von diesem Vorfall, hat Lady Gaga auf einem Festival ihren Song "Hair" dem kleinen Jamey gewidmet.

Abschiedsbrief via Twitter

"Tschüss Monster-Mama, Danke für alles, was du getan hast, Respekt", das ist die letzte Nachricht die Jamey Rodemeyer verfasst hat. Am 18. September schickte er sie via Twitter an Lady Gaga, im Anschluss daran brachte er sich um.

Er wurde wegen seiner Homosexualität ausgegrenzt und regelrecht schikaniert. Der hilflose Jamey suchte einen Ausweg aus dem Mobbing und fand ihn im Freitod.

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Lady Gaga auf dem iHeart-Radio-Festival in Las Vegas.

Lady Gaga auf dem iHeart-Radio-Festival in Las Vegas.

Ein kleines Monster ist tot!

Letzte Woche gab Lady Gaga ein Konzert auf dem iHeart-Radio-Festival in Las Vegas. Sie unterbrach die Show explizit für Jamey. "Wir haben diese Woche ein kleines Monster verloren", erklärte sie den Fans, während eine Fotomontage von ihm auf riesigen Leinwänden gezeigt wurde.

"Jamey, ich weiß, dass du heute Nacht da oben bist und uns zuschaust. Du bist kein Opfer, du hast uns etwas gelehrt", sagte die Sängerin. "Diskriminierung ist was für Verlierer." Dann widmete sie den Song "Hair" dem toten Jungen.

Kategorisches Mobbing

"Jamie ist dumm, schwul, fett und hässlich, dafür  muss er sterben.", dieses Zitat stammt aus einem Blog über Jamey. Das Mobbing beschränkte sich nicht nur auf die Schule, sondern wurde auch systematisch im Internet praktiziert. Es handelte sich um gezielte Diffamie.

Und Jamey ist leider kein Einzelfall. "Mobbing unter Teenagern ist zu einer Epidemie in diesem Land geworden. Wir haben die verdammte Pflicht, das zu ändern.", forderte US-Moderatorin Ellen DeGeneres kürzlich in einer Videobotschaft.

Anti-Mobbing-Gesetz muss her

Auch Lady Gaga sieht diese Entwicklung und möchte etwas dagegen tun. Sie forderte auf dem iHeart-Radio-Festival das Publikum auf die Hände zu Ehren von Jamey zu heben. Jetzt fordert sie US-Präsident Barack Obama dazu auf, die systematische Schikanierung im ganzen Land unter Strafe zu stellen. "Es ist ein Verbrechen aus Hasse", so Lady Gaga.

Am Sonntag hatte sie die Gelegenheit bei einem Gala-Dinner ihren Appell persönlich an Obama zu richten. Über ihren Erfolg ist derzeit noch nichts bekannt, aber eines es ist für sie sicher, "Es muss aufhören."

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Weitere Quellen: newsburger.de, stern.de