"Sie sagten, mein Vater brachte sich um, weil ich schwul bin"

Redaktion Von Redaktion

Für "Arrow"- und "Teen Wolf"-Star Colton Haynes war 2016 ein turbulentes Jahr. Im Mai outete er sich als schwul. Jetzt spricht er in einem Interview mit dem "Out Magazine" über seine Erfahrungen als schwuler Junge in Kansas und seine Anfänge in Hollywood.

Model und Schauspieler Colton Haynes gibt neue Einblicke nach seinem Coming-out auf Tumblr. In einem Interview in der September-Ausgabe des bekannten US-LGBTIQ*-Magazin "Out" verrät er neue Details aus seinem Leben. Aufgewachsen in Kansas, im mittleren Westen der USA, war ein Coming-out keine einfache Sache.

Er beschreibt seine Heimatstadt als einen Ort, wo "du einfach nicht schwul sein kannst". Dabei war er sich früh seiner Sexualität bewusst. Seit der ersten Klasse wusste er, dass er auf Jungs steht.

Ein schwieriges Coming-out

Mit 14 Jahren erzählte er seinen Klassenkameraden und seiner Familie: Ich bin schwul. Die Reaktionen fielen jedoch nicht positiv aus. Seine Mutter war bestürzt, sein Bruder musste ihn von der Schule abholen, um ihn vor Mobbing zu schützen.

Ein großer Einschnitt für Colton war der Tod seines Vaters. Dieser hatte sich mit einer Überdosis Tabletten das Leben genommen. Obwohl die Beziehung zu seinem Vater nie eng war, schockierte ihn das Ereignis: "Sie sagten, mein Vater nahm sich das Leben, weil ich schwul bin." Coltons konnte das nicht glauben: "Warum würde jemand so etwas sagen?"

Im Verlauf des Interviews geht der "Teen Wolf"-Star auch darauf ein, wie er sich von seinem Leben in Kansas befreite und einen neuen Start in Los Angeles suchte. Zusammen mit seinem damaligen Freund erschien er auf dem Cover des "XY Magazines". Das Cover, das ihn und seinen Freund beim Küssen zeigt, wurde in seiner späteren Karriere zum Problem.

"Werde Callboy", riet ihm sein Manager

2011 versuchte sein Team bei "Team Wolf" alles, um den "Schaden" dieses Covers gering zu halten. Für den 28-Jährigen war das natürlich nicht einfach: "Ich war nur jung und habe versucht, es in dieser Stadt (Los Angeles, Anm. d. Red.) zu schaffen. Ich tat alles, was sie mir sagten." Das war nur eine von vielen negativen Erfahrungen in Hollywood. Sein erster Manager kündigte dem Schauspieler, als er erfuhr, dass Haynes schwul ist. Sein Rat: Werde Callboy.

Die Karriere steht jetzt an erster Stelle, trotz schlechter Erfahrungen. Im September ist er in der zweiten Staffel der Serie "Scream Queens" zu sehen sein erster Job als offen schwuler Mann. In der Liebe ist in den letzten Jahren wenig passiert. Colton ist noch auf der Suche nach "Mr. Right". 

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