Das Berufungsgericht des U.S.-Bundesstaates Georgia hat einer Mutter nachträglich das Sorgerecht zugesprochen, das zuvor ihrem Mann erteilt worden war. Die Frau hatte das Sorgerecht zunächst nicht erhalten, da sie nun in einer lesbischen Beziehung lebt und der damalige Familienrichter war der Ansicht, dass diese Lebensweise nicht gut für die Kinder sei.

Zwar waren Victoria Moses und Kelvin King nie verheiratet gewesen, doch die lesbische Lebensweise der Mutter kam zur Sprache, nachdem Victoria Moses ihren ehemaligen Partner wegen Versäumnissen bei den Unterhaltszahlungen verklagt hatte. Dieser nahm dies zum Anlass seinerseits Klage gegen die Frau einzureichen und deren sexuelle Orientierung zu thematisieren, was zu dem umstrittenen Urteil führte. Der Richter wies auch Kelvin King darauf hin, dass "wilde Ehen" im allgemeinen nicht zu tolerieren seien und er daher auch nicht in einer solchen leben dürfe, wenn er das Sorgerecht behalten wolle.

Diese Entscheidung hat das Berufungsgericht nun aufgehoben: nachdem das Kind glaubhaft machen konnte, dass es mit der Lebensweise seiner Mutter keine Probleme habe, wurde ihr das Sorgerecht wieder zugesprochen.

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