Spring Break

Redaktion Von Redaktion

Jedes Jahr im Frühling schließen die amerikanischen Universitäten eine Woche lang ihre Pforten. In dieser Zeit reisen Hunderttausende US-Studenten nach Miami (Florida) und Cancun (Mexiko), um nur wenige Beispiele zu nennen, und stellen ihr Programm unter einen Namen: "Spring Break"!

Jedes Jahr Mitte März, Anfang April schließen die amerikanischen Universitäten eine Woche lang ihre Pforten. In dieser Zeit reisen Hunderttausende US-Studenten nach Miami (Florida) und Cancun (Mexiko), um nur wenige Beispiele zu nennen, und stellen ihr Programm unter einen Namen: "Spring Break"!

Spring Break das ist saufen bis zum Koma, Sex bis zum Hormonkollaps und Party bis zum Abwinken. Eine Woche dauert dieser Party-Marathon, der auch oft als inoffizielle Meisterschaft im schlechten Benehmen bezeichnet wird. Die Organisatoren der verschiedenen Beach-Parties verdienen sich in dieser Zeit eine goldene Nase. "Spring Break macht etwa zehn Prozent der Gesamtzahl der reisenden Studenten aus. Die Transportkosten sind heute geringer, die Studenten haben ein höheres Einkommen und reisen in jüngeren Jahren weiter weg als früher", erklärt ein Organisator. Bei den gigantischen Einnahmen stellt es kein Problem dar, die angesagtesten DJ`s der amerikanischen Club-Szene an die sonnigen Strände zu holen. Typisch für Spring Break sind auch die großen MTV-Parties.

Der Anfang von Spring Break

Ihren Anfang fand die Spring Break-Ära im Jahr 1938, als man anfing die Studenten im Frühjahr zu Schwimmfesten in die Küstenorte zu locken. Rasch nahmen die Besucherzahlen zu, und ständig wurden neue Austragungsorte erschlossen. Der Kult wurde unter den Namen "Spring Break" gestellt, und erfreute sich stetig wachsender Beliebtheit. Doch mit den wachsenden Besucherzahlen rückten die eigentlichen Grundsätze des Zusammentreffens mehr und mehr in den Hintergrund Alkoholkonsum und freizügiger Sex hingegen wurden immer vordergründiger. Bei einem Massenbesäufnis dieser Dimension kann man sich natürlich auch denken, dass sehr oft über die Stränge geschlagen wird: die Studenten springen von Balkonen, werfen Hotelmöbel aus dem Fenster, spielen unmoralische Spiele und pöbeln alles und jeden an. Die Polizei drückt in diesen chaotischen Tagen gerne mal ein Auge zu, und das amerikanische Jugendschutzgesetz, das Alkoholkonsum bei unter 21-jährigen untersagt, an jeder Ecke ignoriert wird.

US-Studenten und der Alkohol

Dass US-Studenten oft exzessive Alkoholkonsumenten sind, zeigte eine Studie des "National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism", die an der Universität Harvard in Auftrag gegeben wurde. "Demnach kommen jährlich rund 1400 US-Studenten im Suff ums Leben. Davon sterben 1100 im Straßenverkehr, die übrigen fallen aus Fenstern, ertrinken oder wachen nach einer durchzechten Nacht einfach nicht mehr auf. Eine halbe Million Hochschüler landet alkoholbedingt im Krankenhaus. Damit endet die Liste noch längst nicht: Über 600.000 amerikanische Studierende werden jährlich in den USA von betrunkenen Kommilitonen angegriffen, 400.000 haben ungeschützten Sex, 70.000 Studentinnen werden vergewaltigt oder sexuell belästigt alles nach zu viel Alkohol", wie der SPIEGEL berichtet.

Doch im Spring Break kann niemand die amerikanische Jugend aufhalten.

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Weitere Quellen: spiegel.de, t-online.de, istockphoto.com