Standesbeamte protestieren gegen die Homo-Ehe

Redaktion Von Redaktion
Standesbeamte protestieren gegen die Homo-Ehe
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Weil sie nicht möchten, dass Schwulen oder Lesben verheiraten dürfen, protestieren einige US-Standesbeamte in Florida nun aktiv gegen die neu eingeführte Homo-Ehe. Auch wenn es sich bisher nur um einen Teil der Standesämter handelt, erregt der Protest im sonnigen Bundesstaat Florida doch die Gemüter.

Als Protest sollen aktuell in mindestens fünf von insgesamt 67 Bezirken von Florida keine feierlichen Hochzeiten mehr stattfinden. Auch wenn es sich bei der Zahl aus prozentualer Sicht um eine recht geringe Beteiligung handelt, sind die Leiter der zuständigen Standesämter doch in der Überzeugung im Recht zu sein. Diese begründen ihren Schritt mit rein persönlichen Motiven, indem sie die Ehe für Frau und Mann geschaffen sehen, nicht aber für gleichgeschlechtliche Partner.

Ronnie Fussel gab gegenüber "Florida Times-Union" an, dass er trotz seines Jobs seine persönliche Überzeugung nicht brechen wolle, weshalb der Protest für ihn den einzig logischen Schritt darstellt. Paare dieses Standesamtes, und der anderen beteiligten vier Standesämter, werden fortan nur noch formlos verheiratet. Da ihn das Gesetz zu einer Ausstellung der Heiratsurkunde "zwingt", müssen Paare aber dennoch weiterhin verheiratet werden - fortan nur ohne große Feierlichkeiten.

Verbot zur gleichgeschlechtlichen Ehe endgültig aufgehoben

US-Richter Robert Hinkle hatte am Donnerstag der letzten Woche seine Entscheidung aus dem August bestätigt und damit das Verbot zur gleichgeschlechtlichen Ehe endgültig für nichtig erklärt. Damit ist Florida der 36. US-Bundesstaat, in dem homosexuelle Paare ganz offiziell und legitim heiraten dürfen. Ausnahmen für einzelne Bezirke möchte Hinkle indes nicht machen. Er glaubt an eine gleichgeschaltete Haltung für ganz Florida.

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Weitere Quellen: Spiegel, shsphotography/123rf.com