Die CDU ist über ihren Schatten gesprungen und macht einen kleinen Schritt in die richtige Richtung. So oder ähnlich könnte man das bewerten, was im neuen Parteiprogramm der christlich-konservativen Partei zu lesen ist: "Wir respektieren es, wenn Homosexuelle im Rahmen eingetragener Lebenspartnerschaften dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen [...] Wir erkennen an, dass auch in solchen Beziehungen Werte gelebt werden können, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind". Mit diesem Satz beendet die CDU ihren Widerstand gegen das bestehende Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG), das Schwulen und Lesben die Eintragung ihrer Partnerschaft ermöglicht und ihnen einige zusätzliche Rechte einräumt.

Doch weiter gehen will die CDU derzeit nicht: "Eine Gleichstellung mit der Ehe zwischen Mann und Frau als Kern der Familie lehnen wir ebenso ab wie ein Adoptionsrecht für Homosexuelle", heißt es laut einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" in dem aktuellen Entwurf für das Parteiprogramm.

Im August wird das Programm mit Vertretern verschiedener Gesellschaftlicher Gruppen besprochen und bis Ende November soll ein Zwischenbericht auf dem CDU-Parteitag abgegeben werden. Die Abstimmung über das modernisierte Programm mit dem Titel "Neue Gerechtigkeit durch mehr Freiheit" wird erst ein Jahr später auf einem Bundesparteitag erfolgen.

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Weitere Quellen: Quelle: N24.de / Berliner ZeitungBildmaterial: © CDU Pressestelle